Hallo,
mit überschüssigem Solarstrom stehen dir grundsätzlich zwei Hauptwege offen, die beide ihre spezifischen Vor- und Nachteile haben. Du kannst den Strom ins öffentliche Netz einspeisen und dafür eine gesetzlich geregelte Vergütung vom Netzbetreiber erhalten, oder du investierst in einen Batteriespeicher und nutzt den selbst produzierten Strom zeitversetzt.
Die Einspeisung ins Netz ist der klassische und etablierte Weg. Sobald du den anfänglichen administrativen Aufwand bewältigt hast, läuft das System relativ automatisch. Du musst dich beim örtlichen Netzbetreiber anmelden, einen Einspeisevertrag abschließen und deine Anlage beim Marktstammdatenregister registrieren. Der Papierkram mag zunächst abschreckend wirken, aber die meisten Installateure helfen dabei oder übernehmen das sogar komplett. Danach bekommst du monatlich oder jährlich deine Einspeisevergütung ausgezahlt. Die Höhe dieser Vergütung hängt maßgeblich davon ab, wann du deine Anlage installiert hast. Anlagen, die vor einigen Jahren installiert wurden, haben oft deutlich höhere Vergütungssätze als neu installierte Anlagen, weil die Vergütung über die Jahre kontinuierlich gesenkt wurde.
Ein Batteriespeicher stellt eine größere Anfangsinvestition dar, kann sich aber über die Jahre durchaus rechnen, besonders bei den aktuell hohen Strompreisen. Du speicherst den tagsüber produzierten Solarstrom und nutzt ihn abends oder nachts, wenn die Sonne nicht scheint und du normalerweise teuren Netzstrom beziehen müsstest. Das erhöht deinen Eigenverbrauchsanteil erheblich und macht dich deutlich unabhängiger von steigenden Strompreisen. Die Speichertechnologie hat sich in den letzten Jahren stark verbessert und die Preise sind gesunken, sodass sich die Anschaffung heute eher lohnt als noch vor ein paar Jahren.